Impuls - April 2025
JESUS LEBT !

Liebe Freunde!
Die Fastenzeit, die in diesem Monat April zu Ende geht, ist eine wichtige Zeit im Christentum. Die Kirche erinnert uns daran, dass wir alle zum pilgernden Gottesvolk gehören. Dementsprechend müssen wir das Ziel vor Augen behalten, denn Christsein ist kein Selbstzweck. Das Ziel ist die ewige Freude, die von der ewigen Schau des Göttlichen kommt.
In diesem Monat feiern wir auch das Osterfest. Begleitend in dieser Zeit ist die Frage: wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Das haben sich auch die Frauen nach dem Bericht des Evangelisten Markus gefragt, als sie sich am dritten Tag aufmachten, um einen Dienst der Liebe am Leichnam Jesu zu vollbringen! Sie machten sich darüber Gedanken, wie sie mit dem Wegwälzen ein Licht ins Dunkel des Grabes bringen könnten! Umsonst wie wir wissen, denn das Grab war schon offen! Gott hat schon für eine Lösung gesorgt.
Liebe Freunde, Hand aufs Herz, ist das nicht die Umschreibung dessen, was wir erleben, was uns im Leben beschäftigt? Die Bibel ist voll mit solchen Fragen, die unsere Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht ausdrücken! Unverzüglich mussten die Israeliten das Land Ägypten verlassen, veranlasst von einem Edikt des Pharaos, der den Tod der Erstgeborenen in seinem Land nicht erklären und verkraften konnte. Er bereute später diese Entscheidung. Nun zwischen den Truppen des ägyptischen Heeres und dem Meer wussten die Israeliten nicht, welchen Ausweg sie nehmen sollten. Sie schrien Mose an, ihn und seinen Gott beschimpfend! Vielleicht verständlich, vielleicht auch nicht. Wer wird uns den Stein des Meeres wegwälzen? Gott tat es. Er bewirkte das Hindurchgehen am trockenen Boden des Meeres.
Meine lieben Freunde, Osterfest ist eigentlich die Seligpreisung unserer Ohnmacht, die uns auf eine größere Macht verweist, die es vermag, uns zu retten. Wir quälen uns mit dem Wichtigsten, aber auch mit dem Banalsten des Alltags. Gott sagt uns aber: nur keine Angst, ich schreibe nicht nur Geschichte, ich habe den Lauf der Geschichte in meiner Hand, unter meiner Kontrolle. So gesehen ist Ostern nicht nur ein für die Endzeit reserviertes Phänomen, es könnte auch ein alltägliches Geschehen sein. Wir müssen es nur zulassen, die lebensspendende Hand Gottes im Alltag zu spüren. Dann ereignet sich das Ostergeschehen erneut.
Ich wünsche uns allen ein gesegnetes und erbauendes Osterfest, vor allem den Beistand des Auferstandenen in unserer alltäglichen Wahrnehmung. Gottes Segen und Schutz, nicht nur für den Monat April, sondern auch für das ganze Leben.